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Das
Corsett jedenfalls, so wie wir es heute kennen, mit
seinen Stäben, Körbchen und Schnürungen, eroberte die
Welt in der Mitte des 17. Jahrhunderts und erreichte
schließlich zur Jahrhundertwende seine höchste
Popularität. Gegen 1918 verschwand das Interesse am
Korsett es kamen langsam 'moderner Wäschestücke auf.
Das viktorianische
Zeitalter war eine der großen Hochphasen des Korsetts.
Das allgemeine Schönheitsideal bevorzugte die schmale
weibliche Taille- je schmaler die Taille, desto
attraktiver wirkte die Figur. Eines der wichtigsten
Ziele einer Frau war damals, vor dem 21 Lebensjahr
verheiratet zu sein - mit einem Taillenmaß (in Inches),
das geringer war als ihr Alter.
Um diesem Ideal zu
genügen, wurden die Corsetts so eng geschnürt, daß
Taubheitsgefühle im Unterkörper und in den Beinen ebenso
üblich waren, wie häufige Ohnmachten. Gleichzeitig wurde
damit das Bild der Frau als fragiles, hilfloses Wesen
unterstützt und untermauert. |